Auf Instagram findest du Tierhalter:innen. Auf LinkedIn findest du die Auftraggeber. Tierarztpraxen, Versicherer, Hundefutter-Marken, Betriebe mit Bürohund-Programmen, Vereine, Ausbildungsinstitute: Sie alle vergeben Budgets – und suchen selten auf Instagram. Für Tierprofis mit B2B-Anteil ist LinkedIn der am stärksten unterschätzte Kanal.
Wer hier wirklich profitiert
- Trainer:innen, die Workshops für Unternehmen oder Vereine geben wollen
- Tierärzt:innen, die Fachkräfte suchen (Employer Branding)
- Tierphysios und Ernährungsberater:innen, die mit Praxen kooperieren
- Alle, die Onlinekurse an Institutionen statt an Einzelpersonen verkaufen
Schritt 1: Das Profil als Landingpage
Der Titel unter deinem Namen ist das wichtigste Feld auf LinkedIn. Nicht „Hundetrainerin“, sondern „Hundetraining & Bürohund-Workshops für Unternehmen | Wien“. Im Info-Bereich: drei Absätze – für wen, welches Ergebnis, wie man mit dir startet. Ein Link auf ein konkretes Angebot, kein Sammelsurium.
Schritt 2: Zwei Posts pro Woche, ein Muster
LinkedIn belohnt Text. Nutze ein wiederholbares Muster:
- Post A – Beobachtung aus der Praxis: Eine konkrete Situation, was du daraus gelernt hast, was das für Betriebe bedeutet.
- Post B – Zahlen und Konsequenz: Was ein Problem kostet (Ausfalltage, Fluktuation, verlorene Anfragen) und wie es sich lösen lässt.
Der erste Satz muss ohne „mehr anzeigen“ funktionieren. Keine Hashtag-Wolken, maximal drei.
Schritt 3: Kommentieren schlägt Posten
30 Minuten pro Woche: zehn durchdachte Kommentare unter Beiträgen von Praxen, Verbänden und potenziellen Partnern. Kommentare bringen dich in fremde Netzwerke, ohne dass du Reichweite aufbauen musst. Das ist der schnellste Weg zu den ersten Gesprächen.
Schritt 4: Vom Kontakt zum Auftrag
Keine Verkaufs-DMs. Was funktioniert: eine kurze Nachricht mit Bezug auf einen konkreten Beitrag, dann ein Angebot mit echtem Wert – ein 20-minütiges Gespräch, eine kurze Einschätzung, ein Leitfaden. Erst danach kommt das Angebot. Der Weg vom Erstkontakt zum bezahlten Auftrag ist Schritt für Schritt im Kooperations- und Empfehlungskurs beschrieben.
Was du damit verkaufst
B2B braucht ein Angebot mit Preis und Umfang – kein „meldet euch gern“. Wenn du deine Leistungen noch nicht als Paket beschrieben hast, ist der Pricing-Kurs der schnellste Hebel; für ein skalierbares Produkt hinter dem Kontakt startest du mit dem Workbook „Mein Kurs, mein Business“.
Der Wochenrhythmus
- Montag: 1 Post (Beobachtung), 15 Minuten.
- Mittwoch: 10 Kommentare, 20 Minuten.
- Freitag: 1 Post (Zahlen), 3 neue Kontaktanfragen mit persönlicher Notiz.
Weniger als eine Stunde pro Woche. Mehr Beständigkeit als Genie – wie überall. Und wenn du Instagram parallel bespielen willst: Die fünf Instagram-Formate für Tierprofis. Alle Kurse im Überblick findest du hier.
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